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Aus dem "Anzeiger" vom 02.10.2006

Rund 500 Ehemalige des Niedersächsischen Internatsgymnasiums fragen: „Was machen heute wohl die anderen?"

ESENS/HÄ - Das Niedersächsische Internatsgymnasium in Esens ist 40 Jahre alt und in dieser Zeit enorm gewachsen. Nun sind 40 Jahre zwar kein Anlass für eine Jubiläumsfeier, vielmehr wollte sich die Schule in den vergangenen Tagen unter dem Motto „NIGE - gestern, heute, übermorgen" als lebendige, fröhliche und kreative Schule präsentieren. Baulicher Höhepunkt war nach zwei vorbereitenden Projekttagen am Freitag der „erste Spatenstich" zum Bau eines neuen Ganztagsschulgebäudes, der HARLINGER berichtete.

Nach diesen offiziellen Teilen stand dann am Sonnabend die zentrale Frage im Raum: „Was machen heute wohl die anderen?" Gut 200 ehemalige „NIGErianer" hatten sich zum Ehemaligentreffen angemeldet und dafür zum Teil sehr weite Anfahrten in Kauf genommen. „Wir haben jedoch die doppelte Anzahl an Gästen kalkuliert", sagte Verwaltungschef Theo Vienna vor der offiziellen Begrüßung. Er behielt Recht. Viele jüngere Ehemalige kamen unangemeldet, zwei ABI-Jahrgänge sogar fast komplett, so dass die Zahl der Gäste auf rund 500 stieg. Unter ihnen war Christa Schimmelpfeng, Abijahrgang 1990, die heute in Middels lebt. Sie hatte sich schon seit Tagen auf das Wiedersehen mit ehemaligen Mitschülerinnen und -schülern gefreut, ebenso auf die Lehrerinnen und Lehrer und die Schule. Besonders gespannt war die ökothrophologin darauf, zu erfahren, was aus ihren Mitstreitern von einst geworden ist. „Viele von ihnen und auch die Schule habe ich nach dem Abitur nicht wieder gesehen." Und dann kommt es zum ersten „Hallo, bist du nicht...?"

Das Atrium füllt sich. Immer mehr Ehemalige versammeln sich nach einer Führung durch die Stadt Esens am Vormittag zum nachmittäglichen Rundgang durch die Schule. Gerd Voltmann ist aus Oldenburg angereist. Auch er hat „seine" Schule nach dem Abitur im Jahr 1977 nicht wieder gesehen. „Wir haben auch kein Klassentreffen organisiert" , sagt Voltmann und zeigt sich überrascht von den vielen räumlichen Veränderungen. „Mit zunehmendem Alter steigt das Interesse an der Frage ,Was ist eigentlich aus den anderen geworden?' ", sagt Gerd Voltmann, der heute in der Finanzverwaltung in Oldenburg arbeitet. Auch er hofft, während des Ehemaligentreffens des NIGE alte Bekannte zu treffen und Kontakte neu zu beleben. Heiko Happach läuft ihm als Erster in die Arme. Doch bevor die beiden und alle anderen sich austauschen können beginnt die Führung durch das NIGE von heute.

Sportliche Einlage ist ein Fußballspiel Aktuelle gegen Ehemalige. Natürlich gibt es auch dabei etwas zu lachen. Zum Austausch kommen die Ehemaligen aber erst gegen Abend. Eine Ehemaligen-Fete im Atrium und in der Aula sowie im Außenbereich bietet den Rahmen - wie früher.

Jahrgang 1992 - nicht ganz vollständig vertreten